Ob Kalkül hinter Trumps Vorgehen steckt oder nicht: Man wird Kleinkindern nicht gerecht, wenn man die präsidiale Fehlbesetzung auf eine Stufe mit einem aus dem Ruder laufenden Rotzlöffel hochlobt.
Bleibt zu hoffen, dass sich die politischen Entscheidungsträger in Europa auf dieses Spiel nicht erneut einlassen und endlich eine deutliche Grenzlinie der Rechtsstaatlichkeit, des Respekts und der Vernunft ziehen.
Aufgrund des heutigen US-Feiertags sind die europäischen Marktteilnehmer zum Wochenstart auf sich allein gestellt. Der DAX startete in Anbetracht der Nachrichten vom Wochenende mit Verlusten in den Tag und notiert aktuell knapp unter der 25.000-Punkte-Marke. Das Minus in Höhe von rund 1,5% ist allerdings sehr moderat.
Eines muss man den Märkten lassen: Sie haben sich in den letzten Jahren in Sachen Robustheit ein ziemlich dickes Fell gegen unangenehme Nachrichten angelegt.
Eine erste Unterstützung für die DAX-Bullen liegt im Bereich der ehemaligen Ausbruchszone bei 24.750/675 Punkten. Sollte diese Marke fallen, würde die monatelange Kampfzone bei 24.475/490 Punkte wieder in den Fokus rücken. Insgesamt bleibt das positive Chartbild jedoch intakt; weitere Kursgewinne in Richtung 26.700/27.000 Punkte sind weiterhin durchaus nicht unwahrscheinlich.
Entscheidend wird sein, ob die Marktteilnehmer Trumps Mentalfurz (mea culpa – mir fällt an einem Montag einfach nichts Besseres ein) erneut beiseiteschieben können und die schwächeren Kurse als Einstiegsgelegenheit nutzen.
D A X

Chart von stock3.com
Die erste Hälfte des Januars startete jedenfalls mehr als beeindruckend. Der Deutsche Aktien System konnte mit DAX (+3,29%), MDAX (+4,19%), SDAX (+6,72%) und TecDAX (+3,56%) erneut alle vier deutschen Aktienindizes hinter sich lassen und liegt per Schlusskurs Freitag im laufenden Jahr bereits mehr als 7% im Plus.
Inzwischen beginnen SDAX und MDAX der ersten Reihe – also dem DAX – die Rücklichter zu zeigen. Das sorgt für einen breiteren und somit gesünderen Marktanstieg. Da auch die saisonalen Muster für die nächsten Wochen gut aussehen, gibt es – Mentalfurz hin, Mentalfurz her – derzeit noch keinen Grund, zu kritisch nach vorne zu blicken.
Aktuell sind Zukunftsstorys der wesentliche Treiber der Kurse, während reale Ergebnisse eher in den Hintergrund rücken. Einige kleine bis mittlere Unternehmen, wie z.B. unser Portfoliowert Schaeffler, erschließen neue Sparten in den Bereichen Rüstung, KI oder Robotik. Meldungen aus diesen Sektoren werden momentan an den Märkten honoriert; es bleibt jedoch abzuwarten, wie schnell die Firmen tatsächlich liefern können.
In der zurückliegenden Woche erreichten 30 Aktien (von 160) aus DAX, MDAX, SDAX und TecDAX ein neues 52-Wochen-Hoch (Vorwoche: 41), während lediglich 3 Titel auf ein neues 52-Wochen-Tief fielen (Vorwoche: 2). Auch unter diesem Blickwinkel präsentieren sich deutsche Aktien derzeit durchaus gestärkt.
Der Deutsche Aktien System ist mit 20 Titeln und einer Aktienquote von 97,7% derzeit voll investiert.
Das aktuelle Portfolio des Fonds finden Sie hier: https://www.torendo-capital.de/der-fonds/portfolio/
