In der letzten Woche nahm die Aufwärtsbewegung Fahrt auf und gipfelte am gestrigen Feiertag (welche nimmermüden Verrückten handeln da eigentlich?) in einem imposanten Kaufrausch am deutschen Aktienmarkt.
Nun steht dem DAX nur noch die Marke von 25.430/40 Punkten auf Schlusskursbasis sowie das Allzeithoch bei 25.507,79 Zählern im Weg.
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Chart von stock3.com
Knacken wir das Allzeithoch liegt das rechnerische (charttechnische) Ziel bei 27.300 – im Idealfall sogar bei 28.600 Punkten. Vielleicht sollten wir nach all den „daxischen“ Seitwärtsmonaten die Luftgitarre für Stairway to Heaven nun doch schon einmal bereitlegen und die Prickelbrause kaltstellen.
Der kleine Bruder SDAX hat derweil schon einmal vorgemacht, wie man die Muskeln spielen lässt und preschte auf einen neuen Höchststand bei 18.931,18 Punkten vor. Auch auf Jahressicht liegt der Nebenwerte-Index klar in Führung und zeigt seinen größeren Geschwistern DAX und MDAX selbstbewusst die Rücklichter.
Der MDAX zog immerhin mit einem neuen Jahreshoch bei 32.910,19 Punkten nach. Allerdings muss der Index der mittelgroßen Werte noch ordentlich Spucke unter die Socken kriegen, um sein Allzeithoch bei 36.428,86 Punkten wiederzusehen. Der nächste nennenswerte Bremsklotz auf diesem Weg wartet für den MDAX im Bereich von 34.000/330 Punkten.
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Chart von stock3.com
Die jüngste Index-Euphorie ist umso erstaunlicher, als sich die Stimmung der Verbraucher nicht spürbar verbessert hat. Auch die Lieferketten sind trotz zuletzt positiv anmutender Meldungen aus dem Iran weiterhin gestört. Nicht zuletzt ist die Problematik rund um Düngemittelengpässe und damit potenziell geringere Ernten ein Belastungsfaktor. Anhaltend hohe Preise bleiben ein Hemmnis für eine nachhaltige Verbesserung des Verbrauchersentiments.
Dieses durchaus zähe Konjunkturbild will so gar nicht zur jüngsten Rekordjagd an den Börsen passen und sorgt bei nicht wenigen alten Hasen für Stirnrunzeln. Während die Realwirtschaft mit hausgemachten Problemen und geopolitischen Störfeuern kämpft, scheinen sich die Aktienmärkte ihre eigene Wohlfühlblase zu schaffen.
Schlechte Nachrichten werden derzeit nonchalant „weggegrinst“ oder als Signal für baldige Zinssenkungen uminterpretiert. Diese Entkopplung der Börse von den Fundamentaldaten ist zwar keine Seltenheit, treibt vorsichtigen Strategen jedoch zunehmend Sorgenfalten auf die Stirn.
Passend hierzu titelte das Wall Street Journal am Wochenende:
“The Stock Market Has Never Been So Good When People Have Felt So Bad.” Dazu die Subline:
“Stocks are partying like it’s 1999. Americans haven’t been this gloomy in 70 years.”
Trotz der Index-Euphorie erreichten in der zurückliegenden Woche lediglich vier Aktien aus unserem Anlageuniversum – den 160 Titeln aus DAX, MDAX, SDAX und TecDAX – ein neues 52-Wochen-Hoch, während immerhin noch drei Werte auf ein neues 52-Wochen-Tief fielen.
Kann der Markt endlich auch in der Breite zünden, um die jüngsten Kursgewinne dauerhaft auf ein solides Fundament zu stellen? Sollte die Rallye doch noch auf breiterer Front Unterstützung finden und schließen sich mehr Werte der Aufwärtsbewegung an, könnte das die Dynamik noch einmal deutlich beschleunigen.
Für diejenigen Marktteilnehmer, die hierzulande noch an der Seitenlinie zögern, wäre eine nochmals anziehende Dynamik eine unangenehme Überraschung. Aus Angst davor, den Anschluss vollends zu verpassen, könnten diese Investoren trotz aller inneren Zerrissenheit noch auf den Zug aufspringen und damit paradoxerweise den Booster für den nächsten Kursschub liefern.
Für den DEUTSCHE AKTIEN SYSTEM verläuft das Börsenjahr 2026 jedenfalls weiterhin überaus erfreulich.
Mit einem Ergebnis von +19,51% (Anteilsklasse A) bzw. +19,72% (Anteilsklasse I) liegt der Fonds weiterhin deutlich vor DAX (+1,63%), MDAX (+4,87%), SDAX (+9,10%) und TecDAX (+11,42%) – und das bei gleichzeitig moderateren Schwankungen. Während der DAX im laufenden Jahr zwischenzeitlich in der Spitze um 12,3% nachgab, fiel der maximale zwischenzeitliche Verlust beim DEUTSCHE AKTIEN SYSTEM im laufenden Jahr mit auf 8,4% spürbar geringer aus. (Stand: Freitag 22.05.2026)
Mit 20 Titeln ist der Fonds weiterhin voll investiert. Durch Teilgewinnmitnahmen im Rahmen des regelmäßigen Rebalancings hat sich die Investitionsquote in den letzten Tagen allerdings auf rund 90% etwas reduziert.
Zum vollständigen Portfolio des Fonds gelangen Sie über folgenden Link:
Portfolio DEUTSCHE AKTIEN SYSTEM
Die aktuellen Monatsberichte für die Anteilsklasse A und I finden Sie hier:
Anteilsklasse A | Anteilsklasse I
Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht
| Torendo Capital Solutions GmbH |








